Wer ist Dhanvantari?
Dhanvantari wird als Gott des Ayurveda und als Arzt der Götter verehrt. Den Puranas zufolge tauchten, als die Götter und Asuras den Milchozean (Samudra Manthan) aufwirbelten, viele Schätze aus dem Wasser auf. Als Letzter erschien Dhanvantari, der einen Krug mit Amrita, dem Nektar der Unsterblichkeit, trug.
Er gilt als eine Manifestation von Lord Vishnu. Klassische Texte verbinden ihn zudem mit der Lehre des Ayurveda selbst: Die Sushruta-Samhita, einer der Gründungstexte der ayurvedischen Chirurgie, stellt ihre Lehre so dar, als sei sie von Divodasa Dhanvantari, dem König von Kashi, an Sushruta und seine Mitstudenten weitergegeben worden.
Deshalb ist Dhanvantari Jayanti, sein Geburtstag, ein heiliger Tag für jeden Ayurveda-Arzt. In Kerala spürt man dies in seinen Tempeln, wie zum Beispiel in den Dhanvantari-Tempeln in Thottuva und Nelluvai, wo die Menschen kommen, um für Gesundheit zu beten.
Was halten Dhanvantaris vier Hände?
Dhanvantari wird gewöhnlich mit vier Händen dargestellt. Die Darstellungen unterscheiden sich von Region zu Region, doch die vier am häufigsten abgebildeten Gegenstände sind die Muschel, das Chakra, der Nektarkrug und der Blutegel. Jeder von ihnen vermittelt eine Lehre über das Heilen.
Auf der Zeichnung sieht man seine vier Hände, die jeweils einen Gegenstand halten: – die Muschel (Shankha), das Chakra (Sudarshana), den Nektarkrug (Amrita Kalasha) und den Blutegel (Jalauka)
1. Die Muschel (Shankha): Heilung beginnt mit einem klaren Ruf
Der Klang der Muschel eröffnet jeden heiligen Akt. Bei der Heilung ist der erste Schritt ebenso wichtig: zu erkennen, dass es den Entschluss braucht, anzufangen. Viele meiner Patientinnen und Patienten erzählen mir, dass das Schwierigste in der Behandlung nicht die Kräuter und Anwendung war, sonder die Entscheidung, jetzt mit Ayurveda zu beginnen.
2. Das Chakra (Sudarshana): Disziplin schützt die Gesundheit
Das Rad steht für Ordnung, Rhythmus und Schutz. Im Ayurveda ist dies Dinacharya, die tägliche Routine: mit der Sonne aufwachen, zu regelmäßigen Zeiten essen, pünktlich schlafen gehen. Diese kleinen Gewohnheiten schützen die Gesundheit weitaus mehr, als es jede einzelne Behandlung vermag. Wenn Sie Ihre Routine befolgen, ist das die beste Ayurveda-Medizin.
3. Der Krug mit Nektar (Amrita Kalasha): Medizin als Nahrung
Dhanvantari stieg nicht mit einer Waffe in der Hand aus dem Ozean empor. Er stieg mit Nektar in der Hand empor. Ayurveda betrachtet Medizin auf dieselbe Weise: als Nahrung. Kräuter und medizinische Öle sollen den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen, und nicht nur als Mittel zur Bekämpfung von Krankheiten gesehen werden. Deshalb ist die Küche genauso wichtig wie der Behandlungsraum, und deshalb lege ich soviel Wert auf frisch gekochtes Essen.
4. Der Blutegel (Jalauka): eine alte Therapie, die auch heute noch angewendet wird
Der Blutegel überrascht viele Menschen. Er ist das Symbol für Raktamoksham, die ayurvedische Therapie zur Blutreinigung, eine der klassischen Panchakarma-Behandlungen. Die Sushruta Samhita beschreibt den Einsatz von Blutegeln (Jalaukavacharana) ausführlich, einschließlich der Auswahl und des richtigen Zeitpunkts für ihre Anwendung. Mehr als zweitausend Jahre später wird diese sanfte Form des Aderlasses im Ayurveda nach wie vor bei ausgewählten Haut- und Kreislauferkrankungen angewendet. Bitte machen Sie das nicht allein, sondern unter fachkundiger Aufsicht. Die Planung der Blutegeltherapie muss wegen der Bestellung 14 Tage vorher erfolgen.
Dhanvantari Trayodashi ist der Geburtstag von Dhanvantari und fällt immer auf den dreizehnten nach Vollmond des Kartik Monats und liegt deswegen immer 2 Tage vor Diwali.
Diwali ist eines der wichtigsten Festtage in ganz Indien.
Die fünf Festtage
- Dhanteras: Auftakt zwei Tage vor dem Neumond; der Name verbindet die Wörter für Reichtum und den 13. Tag. Familien reinigen Haus und Geschäftsräume und stellen die ersten Lampen auf. Das ist auch der Tag Dhanvantaris.
- Naraka Chaturdashi: der 14. Tag, auch „kleines Diwali“ genannt. Er erinnert an den Sieg des Gottes Krishna über den Dämon Narakasura.
- Lakshmi Puja: der Hauptfesttag am Neumond. Bei Einbruch der Dunkelheit verehren Familien die Göttin Lakshmi und den Gott Ganesha. Danach werden im ganzen Haus Lampen entzündet, damit Lakshmi in die geputzten Räume einkehrt.
- Govardhan Puja: Der Tag erinnert daran, wie Krishna der Überlieferung nach den Berg Govardhan anhob, um Hirten vor Unwettern zu schützen.
- Bhai Dooj: der Tag der Geschwister. Schwestern beten für das Wohl ihrer Brüder und werden von ihnen beschenkt.
Bedeutung: Licht gegen Dunkelheit
Der Name Diwali ist die Kurzform von Deepavali, Sanskrit für „Reihe von Lichtern“. Das Fest steht für den Sieg des Lichts über die Dunkelheit und des Guten über das Böse. In Nordindien erinnert es an die Rückkehr des Gottes Rama nach Ayodhya, nachdem er den Dämonenkönig Ravana besiegt hatte.
Erwähnt wird das Fest schon in Sanskrit-Texten wie dem Padma Purana und dem Skanda Purana, die zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert entstanden. Im 11. Jahrhundert beschrieb der persische Gelehrte Al-Biruni, dass Hindus es am Neumond des Monats Kartik feiern.
Die UNESCO nahm Deepavali 2025 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf. Sie beschreibt es als Lichterfest, das die letzte Ernte des Jahres sowie den Beginn eines neuen Jahres und einer neuen Jahreszeit markiert. In manchen Regionen Indiens gilt Diwali als Neujahrsfest.
Quelle: Feiertage-Ferien.com
